Madrigalchor Fröndenberg
Ein Chorporträt


1980 gründete KM Peter Schmidt den Madrigalchor Fröndenberg, der seitdem das Musikleben der Ruhrstadt im geistlichen und weltlichen Bereich entscheidend mitgeprägt hat. Nicht nur spannend, sondern auch spannungsreich war die frühe Chorphase. So trennten sich Ende 1982 der engagiert-ungestüme Peter Schmidt und sein Chor voneinander.

Als Nachfolger leitete Studiendirektor Otto Breuer aus Menden die wichtige Phase der Konsolidierung ein. Er formte den Madrigalchor zu einem harmonischen Klangkörper mit differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten. Geprobt wurde nach allen Regeln der Gesangskunst: A-cappella-Literatur von der Gregorianik bis zur Moderne. 1996 verabschiedete sich Breuer - zeitgleich mit seiner beruflichen Pensionierung - von seinem Chor.

Mit dem Kantor Helmut Brandt aus Menden wurde ein musikalisch kompetenter und menschlich angenehmer Chorleiter gefunden. Er setzte mit reizvollen neuen Akzenten (Instrumentalkonzerte) die Tradition seiner verdienstvollen Vorgänger fort.

Das Repertoire des Madrigalchores umfasst geistliche und weltliche Werke: Motetten, Kantaten, Oratorien, Madrigale und Chorlieder.
Vornehmlich im heimischen Raum (Fröndenberg, Menden, Balve, Hemer, Unna, Hamm), aber auch in verschiedenen Städten des Münsterlandes, des Paderborner Landes und des Rheinlandes wurden Konzerte gegeben.

Darüber hinaus beteiligte sich der Madrigalchor an den Chorfesttagen des Verbandes Deutscher KonzertChöre und an verschiedenen Konzertveranstaltungen des Deutschen Musikrates. In guter Erinnerung sind auch die musikalische Mitgestaltung eines aus der Stiftskirche zu Fröndenberg übertragenen Gottesdienstes im ZDF und die Beteiligung am "Europäischen Theaterfestival" 1994 in Unna.

Dem Madrigalchor ist seit seiner Gründung sehr daran gelegen, freundschaftliche Kontakte zur Partnerstadt Bruay-La-Buissière zu pflegen. Intensiviert wurde diese Verbindung durch die herzliche Beziehung zu dem französischen Partnerchor "Chantartois" unter der Leitung von Casimir Walachowski.

Im Jahre 2000 führte der Madrigalchor zusammen mit der Stiftskantorei Fröndenberg das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3) von J.S. Bach auf. Die Konzerte in Fröndenberg, unter der Leitung von A. Rinke, und das Konzert in Menden, unter der Leitung von H. Brandt, gehören zu den Höhepunkten unseres chorischen Schaffens.

2001 und 2002 gab der Madrigalchor zwei Romantik-Konzerte mit der Pianistin Anna Scheps, im Stiftsgebäude zu Fröndenberg und im Alten Rathaus zu Menden. Im November 2002 erklangen Motetten verschiedener Epochen in St. Antonius zu Menden-Halingen.

Als gemeinsames Projekt mit der Stiftskantorei Fröndenberg wurde 2003 das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1,4-6) von J.S. Bach in der Marienkirche zu Fröndenberg und der Vincenz-Kirche zu Menden aufgeführt.

Im November 2004 - zur Eröffnung des Jubiläumsjahres - konzertierte der Madrigalchor Fröndenberg mit Werken u.a. von J.S.Bach in der Stiftskirche zu Fröndenberg und der HI.-Geist-Kirche zu Menden.

Am 22. Januar 2005 feierte der Chor mit Freunden und Gönnern im historischen Ratssaal des Stiftsgebäudes zu Fröndenberg sein 25-jähriges Bestehen. Ein Grund, stolz zu sein auf erfolgreiches chorisches Wirken, das ohne die künstlerische Leistung der Chorleiter, die Fähigkeiten engagierter Chormitglieder und den nachhaltigen Einsatz von Vorstand und Kuratorium nicht möglich gewesen wäre.

Am 1. Oktober 2005 hat der Madrigalchor in einem Gemeinschaftskonzert mit unserem französischen Partnerchor "Chantartois" aus Bruay-La- Buissière dem Publikum das Konzert «Herzensdinge», Musik, die unser Herz bewegt, präsentiert.


Ein Chor lebt nicht nur von seinem Mitgliederstamm, der die Kontinuität sichert, sondern auch von den Ideen und der stimmlich-musikalischen Kompetenz neuer Sängerinnen und Sänger, die im Madrigalchor Fröndenberg herzlich willkommen sind.

Geprobt wird dienstags von 20-22 Uhr (außer in den Schulferien) in der Aula der Gemeinschafts-Grundschule Fröndenberg. Gäste sind zum unverbindlichen Kennenlernen in den Proben herzlich willkommen.



Kontaktadresse: Wilfried Ruberg, Tel. 02373/70212.